Tiantang liegt im Süden des Caerns, ziemlich genau in der Mitte zwischen dem Zugang über Simatai und dem Zugang durch die Höhlen hinter dem Wächterhof Bahou. Der große Fluss, der den Namen Laolin trägt, gabelt sich dort und an dem kleineren, deutlich ruhigeren und flachen Nebenarm ist das dorf entstanden, das sich unauffällig in die Landschaft einfügt. Ebenso wie Sharys Haus gibt es hier viele alte, gewachsene Gebäudestrukturen, die durch Anbauten und neuere Häuser erweitert wurden. Es handelt sich hier um das wohl älteste dorf des Caerns, das seit damals überdauert hat und als erstes wieder aufgebaut wurde. Es schmiegt sich zwischen die hohen Felswände, den Wald und den Flussarm und hat sich zu einem lebhaften Fleckchen entwickelt. Die Gebäude sind teilweise sogar zweistöckig und etliche Brücken spannen sich über die krummen und verwinkelten Gassen und Wege, die teils sogar mit Pflaster befestigt wurden. Die Leute hier sind nicht reich, haben aber alles was sie zum Leben brauchen und fühlen sich sicher und zufrieden. Außer den Wohnhäusern und Hütten gibt es sogar zwei kleine Tavernen und mehrere Geschäfte, einen Marktplatz mit einem eingewachsenen Jadestein, der als eine Art Versammlungsplatz und Theater genutzt wird, ein Teehaus, eine Schmiede und einiges mehr. Besonders beliebt ist der Flussmarkt, wo sich etliche Verkaufsstände direkt am Ufer und entlang eines schmalen fußsteges über den Fluss befinden. Dort bekommt man Obst und Gemüse, fisch und Krebse, Fleisch und Eier, Körbe, Haushaltswaren, Wein .. eben alles was man braucht, nur eben in kleinen Mengen. Die Leute handeln da weniger um reich zu werden, sondern weil es ihnen spaß macht und um die Zeit zu vertreiben. Da werden Birnen gegen Schweinehaxen getauscht, geflochten Körbe gegen Fisch. Nur wenige zahlen mit Münzen oder Silber. In dem Jadestein lebt ein uralter Geist, mit dessen Hilfe einige Galliard oder auch Shary mit ihrer Gabe, den Stein zum Leben erwecken können um ihn wie einen Monitor zu nutzen.Dort werden dann abends gerne Geschichten und Legenden erzählt und gezeigt, was für die Leute ein Riesenspektakel ist. Für die Kinder gibt es entsprechend Nachmittags da manchmal was zu sehen. Von Tiantang aus kommt man auch gut in die Nebentäler, in denen verschiedene Felder liegen wie für Reis und Mais, Tee und anderes, und es gibt einen direkten Weg zur Caernschule. Im Prinzip ist tiantang der Hauptort des Caerns, auch wenn es noch weitere, kleinere Dörfer gibt weiter nördlich und im Nebental. Aber von hier kann man quem auf dem Fluss oder den gut ausgebauten Wegen den TaoLin erreichen, die südlichen Seen, Simatai und die Wächterhöfe. Hier werden auch die Waren aus Simatai angeliefert und viele der vollblütigen haben hier ihre Familien untergebracht. Das Dorf wächst auch stetig und entwickelt sich. Sharys Haus und die Gästehäuser befinden sich nur ein kleines Stück weiter Flussaufwärts, nur wenige hundert meter. So stören sie sich gegenseitig nicht, denn Shary hat schon gerne ihre Ruhe. In den Felsen, an die das Dorf grenzt, gibt es noch ein kompliziertes Geflecht aus Wegen und Höhlen, die ebenfalls zum wohnen genutzt werden können. Zudem gibt es einige in die Felsen gebauten Häuser. Die Talwächter beziehen dort gerne Quartier, weil man von weiter oben einen guten Überblick hat. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
![]() Die alten Höhlen im Berg stammen vermutlich aus der Zeit, bevor Häuser hier gebaut wurden, oder dienten als Notunterkünfte, vielleicht aber auch einfach als Unterkünfte für die, die sich in Häusern weniger wohl fühlten. Wer kann das heut schon noch sagen. Das Höhlensystem ist das reinste Labyrinth und erstreckt sich ein ganzes Stück durch den Berg. Da die Felsen hier sehr zerklüftet sind, fällt durch viele Spalten und Löcher Licht in die Höhlen, und man sieht auch an vielen Stellen die Wurzeln der Bäume von draussen hereinwachsen. In machen Höhlen wachsen sogar Pflanzen bis hin zu kleinen Bäumen, und man findet viele, kleine Wasserbecken, und Wasserfälle in den Höhlen. In den Teichen gibt es sogar Fische, man kann quasi vom Bett aus angeln. Felsen und Steine wurden zu Möbeln umfunktioniert, und es gibt viele gemütliche Lager aus weichen, warmen Fellen. Trotz des vielen Wasser ist das Klima angenehm in den Höhlen, die Luft ist klar und frisch und gerade im heißen Sommer ist es dort sehr gut auszuhalten. Gerade die Wölfe fühlen sich dort eigentlich recht wohl und man stolpert nicht selten über ein faul irgendwo herumleigendes Exemplar. ![]() ![]() Eingänge ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Wohnräume mit Lotusteich, Wasserfall, Möbeln ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Wege zwischen den Höhlen, alte Wurzeln und sogar Bäume ![]() ![]() eine etwas höher gelegene Höhle, die Shary für sich beansprucht. Sie hat sich da extra säckeweise Sand rein geschleppt, um es etwas mehr wie in Samsa zu haben und nutzt die Höhle als Rückzugsort, wenn sie mal ihre Ruhe braucht, aber nicht nach Sanshe kann. |